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Kruzifixus
Kunst- und Baugeschichte
Der, wie es wörtlich übersetzt heißt, „am Kreuz Befestigte“, ist für die christliche (Kirchen)Kunst Ur- und Hauptmotiv, das wohl im sechsten nachchristlichen Jahrhundert zum ersten Mal erscheint. In der Gotik vermenschlichen und dramatisieren sich die Darstellungen des Gekreuzigten. Christus erscheint nicht mehr, wie oft noch in der Romanik, als Weltenkönig auf einem Triumphkreuz, sondern sterbend oder tot mit Dornenkrone und schmerzvollen Gesichtszügen.
Anders als in der italienischen werden während des 14. Jahrhunderts in der deutschen Kunst die Leidensmerkmale intensiviert. Während der Renaissance herrscht deshalb eine „anatomische“ Tendenz vor, wird der Körper des Gekreuzigten eher ästhetisiert, im Barock dann der Schmerz wieder pointiert.
Karlheinz Fuchs
Referenzen

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